Die 2,3 m Siriuskuppel, The Dome
Der Zahn der Zeit hat seine Spuren an der Rolldachhütte hinterlassen. Es drängte sich daher eine andere Lösung auf. Entweder ein Neubau einer Rolldachhütte in einer stabileren Version oder eine Kuppel in Betracht zuziehen. Was wären den die Wünsche an eine neue „Astrobehausung“?:
Wetterfestigkeit, sicherer Schutz der Ausrüstung, Motorisierung, Steuerungsmöglichkeit via PC, Zugriff via Internet auf Steuerungen jeglicher Art und, nota bene, sollte das ganze noch finanzierbar sein.
Die Idee eines nochmaligen Baus einer Rolldachhütte habe ich verworfen, da doch einige Anforderungen gar nicht oder nur schwer umzusetzen gewesen wären. Es blieb daher nur noch eine Kuppelkonstruktion in den Rängen.
Im Herbst 2009 gings mal auf die Suche. Es fanden sich einige Kuppellieferanten. Teilweise waren auch Optionen einer Motorisierung vorhanden, aber keine Möglichkeit eine spätere Steuerung via Schnittstelle. Andere Lieferanten waren schlichtweg zu teuer.
So ist die Wahl schlussendlich auf das Heimmodel, oder Neudeutsch „ Home model“ von Sirius gefallen (http://www.siriusobservatories.com). Die Kuppel mit 2.3 m Durchmesser ist genügend gross. Es sind auch Steuerelemente optional vorhanden und auf das System abgestimmt. Software ist ebenfalls vorhanden (MaxDome).
Seit 2009 wird diese Kuppel nun in Frankreich produziert.
Für die Installation der Kuppel wurde in meinem Fall eine Baubewilligung benötigt. Mit den Plänen und dem Baubeschrieb wurde die Bewilligung beantragt. Leider fühlte sich ein Besitzer eines Ferienhauses in seiner Aussicht gestört (Sichtdistanz von ca. 250 Meter ), so dass eine Einsprache zum Projekt erfolgte. Die weitere Story lasse ich hier anstandshalber lieber weg. Zu erwähnen sei hier, dass direkte Anstösser gar nichts gegen die Kuppel einzuwenden hatten und sich sogar auf diesen „Champignon“ freuten.
Nun die Bewilligung ist da, die Streitereien (fast) vergessen, so dass am 14.3.2010 die Kuppel direkt aus Frankreich angeliefert werden konnte. Das Ding nimmt ganz schön Platz weg.
Es folgte nun der Abbruch der Rolldachhütte und Montage einer neuen Plattform von 2.5x 2,5 m. Die Basis der Rolldachhütte von 2x2 m war zu klein. Ein 20 cm Durchmesser Abflussrohr wurde über den bereits vorhandenen Eisen H Träger gestülpt und mit Betongemisch zu 2/3 aufgefüllt. Eine genaue Anpassung unter Berücksichtigung der Dimension der Montierung und Adapterplatte folgte später.
Am 10.4.2010 mit dem Aufbau begonnen. Das Aufstellen der Wandelemente war ohne grosse Probleme möglich. Sorgen bereiten die beiden Schliessteile beim Kuppelspalt. Hier die Fertigstellung des Holzpodestes und das Stellen der Seitenwände. Dank den vielen helfenden Hände, darunter Markus und Peter ging alles schnell vorwärts.
Das Aufstellen der Wandelemente war ohne grosse Probleme möglich. Sorgen bereiten die beiden Schliessteile beim Kuppelspalt. (Stand 10.4.2010) Hier die Fertigstellung des Holzpodestes, das Stellen der Seitenwände und nota bene die Kuppel-
Das Gröbste ist geschafft.
Und nun der erste Blick aus dem "Fenster"
Als weitere Arbeit war die Montage der Nivelierplatte geplant. Das sind 2 Aluplatten, in meinem Falle 21x21 cm und 5mm dick. Die Dimension hängt natürlich von der jeweiligen Grundplatte der Montierung ab. Die Aluplatten konnte ich für CHF 20,-- bei einer Abkanterei erwerben. In beide Platten kommen 3 identische Bohrungen um die Platten zusammen zu halten. Die Lochabstände entsprechen einem gleichschenkligen Dreieck, naja fast. Die untere Platte erhält 3 zusätzliche Bohrungen für die Gewindestangen. Es sind dies 10er Stangen mit ca. 30 cm Länge die in der Säule eingegossen werden. Holzkeile halten einen Abstand damit später die Muttern bequem angezogen werden können. Natürlich muss vorher die Säulenhöhe, Distanz der Platten und Höhe der Montierung so passen, dass auch der Ausblick durch den Kuppelspalt optimal ist. Die Platten sind nun niveliert und bereit.
Der Nachthimmel zeigte tatsächlich den Polarstern! Endlich konnte ich die Basisplatte der Montierung genau nach Norden ausrichten. Mit dem Körner sind die Bohrstellen auf der Nivelierplatte markiert. Nach der Vorbohrung setze ich den Gewindeschneider in die Bohrmaschine und drehe das Bohrfutter von Hand ein paar Umdrehungen. So ist garantiert, dass das Gewinde wirklich senkrecht geschnitten werden kann (Ich bin ja kein Profi). Der restliche Schnitt geschieht von Hand.... Teufel, Teufel, die "Löcher" stimmen genau, die Platte passt und die Montierung auch
Bald gab es auch das "first light", wo der Bubble-Nebel hinhalten musste (quick and dirty)
Aktueller Stand 2021. Die Montierung von Astrophysics 900 GTO hatte 2 Defekte an den Motoren innerhalb von knapp 2 Jahren. Die Fa Baader hatte die erste Rep. durchgeführt, natürlich auf meine Kosten. Nach dem 2ten Motorenschaden, hat sich Baader, trotz vielen mails, nicht mehr um die Angelegenheit gekümmert. Mittlerweile ist eine Ioptron CEM 70 im Einsatz.



















