
Panorama Gamspass
Nach dem das Trio Infernale, bestehend aus Röbi Nufer und Marcel Süssli und meiner Wenigkeit, die Sonnenfinsternis in Libyen erfolgreich Überstanden haben, ist bald einmal die Idee eines weiteren Astroevents aufgekommen. Marcel hat hier tolle Vorarbeit geleistet und schliesslich ist die Wahl auf die Desert Farm Rooisand gefallen. Ausschlag gebend war das Top-Equipment und die komfortable Aufenthaltsmöglichkeit auf dieser Farm. Die optischen Geräte lassen keinen Wunsch offen. Unter einer Kuppel befinden sich ein Spiegelteleskop C 14, ein Zeiss APQ 150/1200 und ein Zeiss AS 89/840 auf einer Astrophysics GTO 1200 Montierung. Zusätzlich ist noch eine massive Kugelkopfhalterung vorhanden, welche eine Kamera mit einem 300mm Teleobjektiv ohne Probleme trägt. Die Montierung ist sehr gut ausgerichtet. Der Anwender muss jedoch um eine genaue Nachführung selber besorgt sein. In unserem Falle war deshalb eine STV im Gepäck. An Zubehör mangelt es nicht. Farb- und Schmalbandfilter, Adapter, Barlow, Reducer und und und, ist alles an Board. Auf dem Gelände befinden sich zwei grosszügige Plattformen mit vorinstallierten Säulen. Dazu ist eine Atlux Montierung von Vixen vorhanden. Diese Installation haben wir für kurz- bis mittelbrennweitige Aufnahmen verwendet.
Natürlich muss auch für das leibliche Wohl gesorgt sein. Wer grad an einer Diät rummurkst hat da schlechte Karten. Über Kudusteaks und Zebrabraten mag sich der Nördling die Nase rümpfen, aber es schmeckt ausvorzüglich und unter 2 Teller (Nachschlag auf gut deutsch) wird man nicht vom Tisch gelassen. Vorspeise und Dessert, sorry, Nachspeise, sind natürlich immer dabei. Das Frühstück haben wir jeweils in "unserem" Haus eingenommen, da wir ja regelmässig das z'Morge verpennt hätten. Es sollte nun den schönen Nächten nichts mehr im Wege stehen. Nach einer langen Hinreise von nahezu 24 Stunden (Basel nach Zürich, Zürich-Johburg, Johburg-Windhoek, Windhoek-Rooisand) sind wir am späteren Nachmittag in Rooisand eingetroffen. Danke an Röbi, der unsre 4x4 Kiste wie ein Profi gefahren hat. Die erste Nacht dauerte für uns nicht sehr lange, da die Reise doch ermüdend war. Trotzdem liessen wir es uns nicht nehmen, den Anblick des überwältigenden Sternenhimmels über uns zu bestaunen. Ein Blick durch den 10" Dobs musste ebenfalls noch sein. Unglaublich was sich hier an Details in der Milchstrasse zeigte. Feinste Wolkenstrukturen in allen möglichen Nuancen. Die schwarzen Flecken waren nicht etwa Staub auf dem Okular oder Spiegel, nein es waren die Dunkelwolken und Wölkchen wie ausgestanzt. Mr. Spock würde sagen "faszinierend".
Die Tagesaktivitäten waren nach den langen Nächten doch reduziert. Ein kurzer Ausflug auf den Gamspass musste sein, wo auch obige Panoramaaufnahme entstanden ist. Unglücklicherweise war Marcel an diesem Tag nicht ganz fit und war am Ausflug nicht dabei.
Die Abendämmerung zeigte uns den Weg in die Astrofreinacht
Ausflug zu Gamspass
Die Tagesaktivitäten waren nach den langen Nächten doch reduziert. Ein kurzer Ausflug auf den Gamspass musste sein, wo auch die Panoramaaufnahme auf der ersten Seite entstanden ist. Unglücklicherweise war Marcel an diesem Tag nicht ganz fit und war am Ausflug nicht dabei.
Der Südhimmel ist sehr prächtig, da sich die Milchstrasse wie ein Bogen über den Himmel erstreckt. Mit Weitwinkelaufnahmen habe ich versucht Mosaike zu erstellen.
Hier die Sterngegend im und um das Sternbild Schütze
Hier ein Mosaik über die Milchstrasse. Die Erstellung von Mosaiken ist nicht ganz so einfach. So sind einige Bilder, die ja an sich angrenzen sollten, leider nichts geworden.
Hier die Sterngegend um das Sternbild Skorpion. Antares der Hauptstern (oben rechts) ist in einer Gaswolke eingebettet.
Dies ist eine Polaufnahem vom Südhimmel. Hier wurde die Kamera mit eine Weitwinkelobjektiv fix zu Südpol gestellt. Durch Erdrehung entstehen die Sternenspuren. Die Aufnahme wurde 20 Minuten belichtet. Danach das Objektiv abgedeckt und nach einer Weile nochmals 5 Minuten belichtet. So sind die ! Spuren entstanden. Bei den Strichspuren sind die Sternfarben viel besser zu erkennen. Die beiden hellen Flecke sind die Magelanschen Wolken.
Technisch schwieriger sind Aufnahmen durch Teleskope. Die Fernrohre sind Teleobjektive aber mit langen Brennweiten. Das bedingt eine genaue Nachführung der Montierung.
Eta Carinae ist veränderlicher Stern eingebettet in Gaswolken M8 oder auch Lagunennebel. Gut sichtbar dairn die Dunkelwolken.
M20 oder auch Trifidnebel. Sculptor Galaxie ca 10 Mio Lichtjahre entfernt
Kugelsternhaufen Tucanae 47. Der Sternahufen enthält mehrere Millionen Sterne

Natürlich gibt es auch schöne Obkekte in unserem Sonnensystem. Darunter Jupiter der grösste von allen.
Der kleine schwarze Punkt ist ein Schattenwurf von einem seiner Monde. Ebenso noch erkennbar sind oben 3 weisse Flecken. Diese stammen vom Kometeneinschlag von 1994 ! Der Komet Sohemaker Levy 9 war damals in mehrere Stücke zerbrochen, und rissen grosse Löcher in die Jupiternatmosphäre.
















